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europa_morgen_land

Seit dem Jahr 2000 präsentiert die Literaturreihe „europa_morgen_land“ neueste deutschsprachige Literatur. Die Lesungen spiegeln eine vielfältige Literatur- und Kulturlandschaft wider, die sich im letzten halben Jahrhundert ausgebildet hat und nicht denkbar ist ohne die Einwanderungsgeschichte des Landes. Mit einer dichten Veranstaltungs reihe wird im Oktober und November 2022 das Jubiläum von 22 Jahren europa_morgen_land gefeiert. Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern werden Lesungen, Symposien, Ausstellungen und Workshops an unterschiedlichen Orten der Metropolregion Rhein-Neckar mit neuester deutschsprachiger, auf- und anregender Literatur organisiert. Es sind existentielle Themen, die in der Reihe europa_morgen_land behandelt werden. Durch den Krieg in der Ukraine wird die Aktualität und Brisanz von Flucht und Migration wieder in den Vordergrund gerückt. Gegenüber der aggressiven Verfolgung und Vertreibung steht der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, Selbstbehauptung – auch durch Literatur. Für die Leser:innen bietet Literatur Chancen, Personen, Länder und Kulturen, Lebensbedingungen und Rollenmodelle zu entdecken und neu zu betrachten. Das Programm der Lesereihe hält am langjährigen Konzept fest: Lesen, hören – und miteinander sprechen. Ermöglicht wurde das Jubiläumsprogramm 22 Jahre europa_morgen_land durch die Unterstützung der BASF SE über das Programm Tor 4 und die NEUSTART KULTUR – Förderung der Bundesregierung über den Deutschen Literaturfonds. Die Lesereihe europa_morgen_land mit neuester deutschsprachiger Literatur wird seit 2000 vom Kulturamt Mannheim, Kulturbüro Ludwigshafen, von der Stadtbücherei Frankenthal (seit 2015) und den Vereinen Kultur-Rhein-Neckar e.V. und KulturQuer QuerKultur-Rhein- Neckar e.V. veranstaltet. Diese Kooperation macht das vielfältige Programm erst möglich. Dafür bedanken wir uns bei allen, die sich in den 22 Jahren engagiert haben. Dank für die Kooperation beim Jubiläumsprogramm 22 Jahre europa_morgen_land geht an das Ernst-Bloch-Zentrum der Stadt Ludwigshafen am Rhein, an die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, an das Literaturhaus Stuttgart, an den Verein Ludwigshafen setzt Stolpersteine sowie Port25 – Raum für Gegenwartskunst. Bedanken möchten wir uns bei unserem Publikum und vor allem natürlich bei den über 100 Autor:innen, die unser Leben mit ihren Geschichten reicher gemacht haben. Das Einwanderungsland ist spät und langsam zu einem Bewusstsein seiner selbst gekommen. Wir sind viele, mit vielen Identitäten, wir sind viele Verschiedene! Feiern wir gemeinsam! Dazu laden wir Sie sehr herzlich ein.

Gisela Kerntke, Anna-K. Gisbertz, Eleonore Hefner // Projektleiterinnen Jubiläum

Veranstaltungsorte

Port25 – Raum für Gegenwartskunst
Hafenstraße 25-27
68159 Mannheim

Stadtbücherei Frankenthal
Welschgasse 11
67227 Frankenthal

Veranstaltungen

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Autor:innen

Irena Brežná (*1950) wurde in Bratislava geboren, wuchs in Trencín auf und ging mit ihren Eltern ins Exil in die Schweiz. Sie studierte Slawistik, Psychologie und Philosophie an der Universität Basel und arbeitete anschließend als Journalistin, Kriegsreporterin, Slawistin, Schriftstellerin, Psychologin und Menschenrechtlerin. Politisch gab sie Inhaftierten, Exilierten und Verfolgten aus dem Gulag in deutschsprachigen Medien eine Stimme. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, sie erhielt Preise für Publizistik und Literatur, u.a. den Zürcher Journalistenpreis, den Theodor-Wolff-Preis und zweimal den EMMAJournalistinnen preis. Ihr Roman Die undankbare Fremde (2012) zu Migrationserfahrungen wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. 2021 wurde sie mit dem Hermann-Kesten-Preis und dem Kulturpreis der Stadt Basel ausgezeichnet. Zuletzt erschien der Essay- und Reportagen-Band Wie ich auf die Welt kam. In der Sprache zu Hause (2018) im Zürcher Rotpunktverlag. Irena Brežná lebt in Basel.

Carmine Gino Chiellino (*1946) kommt gebürtig aus Kalabrien, ging in Florenz, Salerno und Cosenza zur Schule und studierte ab 1966 Italianistik und Soziologie in Rom. Er erforschte die Situation italienischer Gastarbeiter:innen in Deutschland und arbeitete 1970-72 als Lehrer für italienische Schüler:innen an der Johannes-Kepler-Schule in Mannheim. Ein Aufbaustudium in Germanistik und eine Dissertation in Gießen schlossen sich an. Als Literaturwissenschaftler prägte er den Begriff der „interkulturellen Literatur“, zu dem er sich 1978 an der Universität Augsburg auch habilitierte. Ab 1972 veröffentlichte er erste Gedichte in deutscher Sprache und wurde dafür mehrfach geehrt: 1987 mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis zusammen mit Franco Biondi; 2021 mit dem Chamisso-Preis Hellerau mit Franco Biondi und Francesco Micieli. In seinem Roman Der Engelfotograf. Eine Kindheit in Kalabrien (2016) setzt er sich mit den traumatischen Erfahrungen auseinander, die zum Bruch mit den Eltern und der katholischen Schule geführt hatten. Chiellino war Mitbegründer des Polynationalen Literatur- und Kunstvereins e.V. (PoLiKunst). Mit Lesungen und Vorträgen bereiste er u.a. Europa, Japan, USA und Kanada.

Dimitré Dinev (*1968) stammt aus Plowdiw in Bulgarien und wuchs im nahe gelegenen Pasardschick auf, wo er 1987 sein Abitur machte. 1990 oh er über die Grüne Grenze nach Österreich, ließ sich in Wien nieder und studierte Philosophie und Russische Literatur. Seit 1986 veröffentlichte er Texte in bulgarischer, russischer und deutscher Sprache. Seit 1991 schreibt er seine Drehbücher, Erzählungen, Theaterstücke und Essays auf Deutsch. Mit seinem europaweit beachteten Familienroman über die Einwanderung Engelszungen (2003) schaffte er den literarischen Durchbruch. Dinevs Texte wurden in 15 Sprachen übersetzt, seine Theaterstücke in Österreich, Deutschland, Rumänien und Bulgarien aufgeführt und vielfach mit Preisen ausgezeichnet, auch mit dem Mannheimer Literaturpreis und dem Adelbert-von Chamisso-Förderpreis. Er engagiert sich für Geüchtete und Migrant:innen und kritisiert den Kampf der bulgarischen Politik gegen die Pressefreiheit.

Tomer Gardi (*1974) wurde im Kibbuz Dan in Galiläa geboren und studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. 2011 veröffentlichte er zuerst den Essay Stein, Papier: Eine Spurensuche in Galiläa auf Hebräisch (dt. 2013). 2016 erschien sein deutschsprachiger Debütroman Broken German in bewusst gebrochenem Deutsch, der bei den Klagenfurter Literaturtagen Kontroversen auslöste. Das gleichnamige Hörspiel erhielt 2017 den Deutschen Hörspielpreis der ARD. Es folgten Die Feuerbringer – Eine Schlager-Operetta (Hörspiel 2018), Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück (2019) und Eine runde Sache (2022), das auf Deutsch und Hebräisch verfasst ist und sprachliche Konventionen hinterfragt. Gardi wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2022 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse. Er lebt in Berlin und ist Gründungs mitglied des PEN Berlin.

Lena Gorelik (*1981) wuchs in Leningrad auf und kam 1992 als Kontingentüchtling mit ihren Eltern und ihrer Großmutter aus Russland nach Deutschland. Sie begann schon während der Schulzeit zu schreiben, absolvierte die Deutsche Journalistenschule und erwarb einen Master in Osteuropastudien an der Ludwig- Maximilians-Universität in München. Sie schreibt zu politischen und gesellschaftlichen Themen, verfasst auch Reiseliteratur, u.a. für Deutschlandradio Kultur, die Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Ihr erster Roman Meine weißen Nächte (2005) wurde mit dem Bayrischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Es folgten weitere Bücher, u.a. Die Listensammlerin (2013), der Jugendroman Mehr Schwarz als Lila (2017) und ihre Herkunftsgeschichte Wer wir sind (2021), für die sie Literaturstipendien und Buchpreise erhielt. Gorelik lebt in München.

Tanja Maljartschuk (*1981) wuchs im ukrainischen
Iwano-Frankiwsk auf und studierte dort auch Philologie.
Danach arbeitete sie als Journalistin in Kiew und
verfasste ihre ersten Bücher auf Ukrainisch, bis sie
2011 nach Wien emigrierte. Sie schrieb Kolumnen
für die Deutsche Welle und Zeit Online. 2009 veröffentlichte
sie ihren ersten Erzählband in deutscher
Sprache: Neunprozentiger Haushaltsessig. Es folgten
die Romane Biograe eines zufälligen Wunders (2013),
Von Hasen und anderen Europäern. Geschichten
aus Kiew (2014), Überutet (2016) und Blauwal der
Erinnerung (2019). Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet,
u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis
2019. Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine nimmt
Maljartschuk medial aktiv Stellung zu den Ereignissen.
Im Herbst 2022 erscheint ihr Essayband Gleich geht
die Geschichte weiter, wir atmen nur aus (2022).

Ilma Rakusa (*1946) wurde im slowakischen Rimavská Sobota als Tochter einer Ungarin und eines Slowenen geboren und lebte in Budapest, Ljubljana und Triest, bevor sie mit sechs Jahren mit den Eltern in die Schweiz auswanderte. Sie ging in Zürich zur Schule und lebt auch heute noch dort als freie Schriftstellerin. Ihr Studium der Slawistik und Romanistik führte sie nach Paris und Leningrad. Von 1971-77 war sie als Postdoktorandin und bis 2006 als Lehrbeauftragte am Slawischen Seminar in Zürich tätig. Sie wurde zugleich eine bedeutende Übersetzerin aus dem Französischen, Russischen, Serbokroatischen und Ungarischen, schrieb u.a. für die Neue Zürcher Zeitung und Die Zeit und verfasste Essays und Lyrik. Rakusa ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt sowie der Fachjury des Zuger Übersetzer-Stipendiums. Ihr neuester Lyrikband Kein Tag ohne. Gedichte erschien 2022 bei Droschl.

Jaroslav Rudiš (*1972) ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Sein Debutroman Der Himmel unter Berlin (2002) erschien 2004 auf Deutsch. Im Luchterhand Literaturverlag erschienen weitere aus dem Tschechischen übersetzte Romane: Grandhotel (2008), Die Stille in Prag (2012), Vom Ende des Punks in Helsinki (2014) und Nationalstraße (2016). Sein mit Jaromir 99 entstandener Graphic Novel Alois Nebel (2006; dt. 2012) wurde als Animationslm ausgezeichnet. Rudiš veröffentlichte außerdem Theaterstücke, Hörspiele und Opern. Seinen Roman Winterbergs letzte Reise (2019) schrieb er auf Deutsch, der 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. 2021 folgte Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen. Für sein Werk wurde er mit dem Usedomer Literaturpreis, dem Preis der Literaturhäuser sowie dem Chamisso-Preis Hellerau ausgezeichnet.

Emilia Smechowski (*1983) wurde in der Nähe von Danzig geboren und reiste 1988 mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Westberlin aus. Sie begann nach der Schulzeit zunächst ein Operngesang-Studium und wechselte später zur Romanistik. Sie arbeitete als Redakteurin bei der TAZ, danach als freie Autorin und Reporterin und ist derzeit stellvertretende Chefredakteurin des Zeitmagazins. In ihrem ersten Buch Wir Strebermigranten (2017) beschreibt sie den vom Elternhaus aufgebauten Druck zur Anpassung bzw. Assimilation an die deutsche Kultur und zur Verleugnung der Herkunftskultur. Für ihr zweites Buch Rückkehr nach Polen (2019) ging sie mit ihrer Tochter für ein Jahr zurück nach Polen und befasste sich mit den dortigen gesellschaftlichen Herausforderungen. 2015 und 2017 erhielt sie den Deutschen Reporterpreis, 2016 den Konrad-Duden-Journalistenpreis und den Polnischen Tadeusz-Mazowiecki-Journalistenpreis.

Akteur:innen

Seit 2018 Direktorin des Ernst-Bloch-Zentrums und Geschäftsführerin der Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen am Rhein; Honorarprofessorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Mainz; 2012-2018 Generalsekretärin des Deutsch-Italienischen Zentrums für Europäische Exzellenz Villa Vigoni e. V. (Loveno di Menaggio, Italien). Tätig in Forschung und Lehre an den Universitäten Siegen und Bayreuth, der Università della Calabria sowie der Jacobs University Bremen. Gründerin und Leiterin (2007-2011) des Literaturfestivals globale – Festival für grenzüberschreitende Literatur(in Zusammenarbeit mit Radio Bremen) in Bremen und Bremerhaven; zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Literatur und Mehrsprachigkeit, Literatur und Migration.

Valiantsina Batura hat eine klassische Zymbalausbildung am Weißrussischen Staatlichen Musikkonservatorium in Minsk absolviert und war Solistin der Weiß russischen Philharmonie. 2017 zog sie nach Deutschland. Neben zahlreichen Auftritten in Polen, Russland, Österreich und Deutschland hat sie mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen. Das Zymbal gilt als Symbol der Musikkultur Weißrusslands, ihr Spiel und ihre eigenen Kompositionen beeindrucken mit silbrigem Klang.

Dagmar Kocurek (Cello) und Jan Kocurek (Akkordeon) absolvierten das Ostrauer Konservatorium und leben seit 1988 in Mainz. Das musikalische Repertoire des Duos umfasst verschiedenste Musikrichtungen. Mit der virtuosen Beherrschung von Cello und Akkordeon und einem vollkommen auf einander abgestimmten Duo- Spiel begeisterten sie das Publikum in Deutschland, vielen anderen europäischen Ländern, in Japan und in den USA.

Anna K. Gisbertz (*1973) ist Literaturwissenschaftlerin und vertritt 2022 eine Professur für Neuere deutsche Literatur – Schwerpunkt Diversität und Heterogenität – an der Technischen Universität Dortmund. Sie habilitierte sich an der Universität Mannheim zu zeitgenössischen Generationserzählungen und befasst sich mit Erinnerung und Zeiterfahrung. Weitere Schwerpunkte sind Gender Studies und transkulturelle Literatur, wozu sie aktiv publiziert, moderiert und Seminare anbietet.

Eleonore Hefner ist seit 1995 als Sprach- und Kulturvermittlerin für den soziokulturellen Verein Kultur- Rhein-Neckar e.V. aktiv. Sie leitete eine Vielzahl genreübergreifender Projekte mit transkulturellem Schwerpunkt. Zusammen mit Wolfgang Biller begründete sie u.a. die Lesereihe mit neuester deutschsprachiger Literatur, zunächst 2000 unter dem Namen guten morgen deutschland, seit 2005 unter dem Namen europa_morgen_land.

Tanja Maljartschuk (*1981) wuchs im ukrainischen Iwano-Frankiwsk auf und studierte dort auch Philologie. Danach arbeitete sie als Journalistin in Kiew und verfasste ihre ersten Bücher auf Ukrainisch, bis sie 2011 nach Wien emigrierte. Sie schrieb Kolumnen für die Deutsche Welle und Zeit Online. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Erzählband in deutscher Sprache: Neunprozentiger Haushaltsessig. Es folgten die Romane Biograe eines zufälligen Wunders (2013), Von Hasen und anderen Europäern. Geschichten aus Kiew (2014), Überutet (2016) und Blauwal der Erinnerung (2019). Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 2019. Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine nimmt Maljartschuk medial aktiv Stellung zu den Ereignissen. Im Herbst 2022 erscheint ihr Essayband Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus (2022).

Steffen Kayser ist Dipl.-Ing. für Audiovisuelle Medien und hat seinen Abschluss an der Hochschule der Medien in Stuttgart 2006 gemacht. Neben mehrjähriger freier Mitarbeit beim SWR und einer Dozentenstelle für Bildgestaltung & Schnitt ist er in die Selbständigkeit gestartet und hat neben der Arbeit an Kundenprojekten immer auch an freien Projekten gearbeitet. Für seine Dokumentation über eine NGO in Uganda erhielt er den Landesmedienpreis der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. Seine Leidenschaft gilt Projekten mit sozialem oder kulturellem Anspruch.

Gisela Kerntke war als Diplom-Bibliothekarin und Kulturwissenschaftlerin viele Jahre in unterschiedlichen Bereichen im Bibliothekswesen vor allem in Mannheim tätig. Seit bald 20 Jahren ist sie als Vorsitzende des Vereins KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V. engagiert in der interkulturellen Kulturarbeit und begleitet seitdem auch die literarische Reihe europa_morgen_land.

Andalusischer Herkunft, wurde 1961 in Hausach (Schwarzwald/Deutschland) geboren, wo der Lyriker und Essayist lebt und arbeitet. Außerdem ist er als literarischer Übersetzer von Lyrik tätig. Hauptsächlich aus dem Spanischen und ins Spanische. Ausgezeichnet u.a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis (1997), dem Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg (2007), dem Basler Lyrikpreis (2015), der Liliencron- Dozentur (2019) und dem Heinrich-Böll-Preis (2021). Poetik-Dozenturen u.a. am M.I.T. (Cambridge / USA), an der Universität Cork (Irland), an der TU Dresden, der LMU München und gemeinsam mit Terézia Mora an der Universität Bayreuth. Publikationen: (Auswahl Deutschland) Fahrtenschreiber. Gedichte. Suhrkamp. Frankfurt a.M. 2010; Fremdenzimmer. Essays. weissbooks.w. Frankfurt a.M 2015; sorpresa, unverhofft – Lorca, 13 Einschreibungen. hochroth. Berlin 2015; 21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe und 10 Fotow:orte. Matthes & Seitz, Berlin 2016 und wundgewähr. Gedichte. ebda. 2018 und zuletzt, gemeinsam mit Mikael Vogel, Zum Bleiben, wie zum Wandern – Hölderlin, theurer Freund. 20 Gedichte und ein verzweifeltes Lied. SCHILER&MÜCKE Verlag. Tübingen/Berlin 2020. Oliver ist Kurator des von ihm initiierten Literaturfestivals Hausacher LeseLenz (www.leselenz.eu) und hat am Literaturhaus Stuttgart die Schreibwerkstätten für Schülerinnen und Schüler und die Lehrer*innen-Fortbildung am dortige Literaturpädagogische Zentrum (LpZ) mit entwickelt.

Viktor Pantiouchenko (*1963) stammt aus der Ukraine. Er absolvierte das Konservatorium in Moskau und bereiste als Kontrabassist und Cellist mit einem Kammerorchester fast die ganze Sowjetunion. Seit der Perestrojka lebt er in der Schweiz und gibt Konzerte, ob solo oder zusammen mit anderen Musikern. In Ludwigshafen spielt er traditionelle ukrainische Musikstücke auf dem Akkordeon, singt und erschafft eigene Klangräume.

Studium der Germanistik mit den Schwerpunkten Literatur und Sprache und Lusitanistik in Gießen. Studium der Buchwissenschaft und Komparatistik in Mainz. 2019 Master of Arts in Buchwissenschaft. Seit 2020 Promotionsstudentin in Mainz im Fach Buchwissenschaft. Seit 2021 wissenschaftliche Volontärin am Ernst-Bloch-Zentrum der Stadt Ludwigshafen am Rhein.

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