Theaterfrühling auf den Pfalzbau Bühnen: Internationale Gastspiele und große Schauspielabende
Theaterfrühling auf den Pfalzbau Bühnen: Internationale Gastspiele und große Schauspielabende
Mit dem Theaterfrühling Ludwigshafen beginnt auf den Pfalzbau Bühnen die zweite Hälfte der Spielzeit 2025/26. Von Mitte März bis Ende Juni bringt das Festival internationale Tanzcompagnien, gefeierte Schauspielproduktionen und renommierte Künstlerinnen und Künstler nach Ludwigshafen am Rhein.
Intendant Tilman Gersch kündigt ein vielseitiges Programm an:
„Ich freue mich, unserem Publikum spannenden, modernen Tanz, klassisches Ballett auf höchstem Niveau aus Paris und Prag und einen Welterfolg wie die Erfolgsproduktion Lacrima aus Frankreich in diesem Theaterfrühling zu präsentieren.“
Tanzcompagnien aus Brasilien, Israel und Frankreich
Den Auftakt macht am 13. und 14. März die brasilianische Grupo Corpo. Das Ensemble gehört zu den bekanntesten Tanzcompagnien Lateinamerikas und ist für seine energiegeladenen Choreografien bekannt, in denen sich zeitgenössischer Tanz mit brasilianischer Musik und Rhythmik verbindet. Ende März folgt ein weiteres internationales Highlight: Die Batsheva Dance Company gastiert mit der neuen Produktion Momo ihres künstlerischen Leiters Ohad Naharin.
Naharin zählt zu den prägendsten Choreografen des zeitgenössischen Tanzes und entwickelte mit der sogenannten Gaga-Bewegungssprache eine weltweit einflussreiche Trainings- und Tanzmethode. Im April steht erstmals das Junior Ballet de l’Opéra national de Paris auf der Ludwigshafener Bühne. Das Ensemble junger Tänzerinnen und Tänzer präsentiert ein Programm, das klassisches Repertoire mit zeitgenössischer Choreografie verbindet. Auch im weiteren Verlauf des Festivals bleibt der Tanz international geprägt: Die französische Choreografin Leïla Ka nähert sich in ihrem Stück Maldonne der Frage nach Weiblichkeit zwischen Aufbegehren, Einsamkeit und Solidarität. Mitte Mai bringt das Ballett des National Theatre Prague Ballet mit Coppélia ein opulentes und zugleich humorvolles Werk des klassischen Repertoires nach Ludwigshafen. Mit Requiem(s) setzt sich der renommierte Choreograf Angelin Preljocaj im Juni poetisch mit Trauer und Erinnerung auseinander, während Anne Nguyen mit Superstrat ein intensives Solo zwischen urbanen und traditionellen Tanzformen geschaffen hat. Den Abschluss der Tanzproduktionen bildet Exposure von Alexandra Bachzetsis mit dem Cullberg, das mit starken Kontrasten und bewusster Provokation arbeitet.
Schauspiel zwischen Klassikern und internationalen Erfolgen
Auch im Schauspielprogramm kehren bekannte Stoffe und hochkarätige Produktionen zurück auf die Bühne. Zwei Inszenierungen von Intendant Tilman Gersch sind erneut zu sehen: seine Version von Maß für Maß, die zwischen derben komischen Momenten und moralischer Schärfe pendelt, sowie das Kaffeehaus, in dem ein venezianischer Kaffeehausbesitzer mit den absurden Herausforderungen seines Alltags ringt.
In Werther (Love & Death) wird die berühmte Figur aus Die Leiden des jungen Werthers neu betrachtet, während Stolz und Vorurteil ( oder so)* eine ebenso freche wie humorvolle Bühnenfassung des Romans Pride and Prejudice präsentiert.
Internationale Produktionen und ein Welterfolg
Ein besonderer Höhepunkt des Schauspielprogramms ist Lacrima der Regisseurin Caroline Guiela Nguyen, eine international gefeierte Produktion über die Herstellung eines königlichen Brautkleids und die Geschichten der Menschen, die daran beteiligt sind. Zum Ausklang der Saison begegnen sich schließlich in Blind von Lot Vekemans die Schauspieler Juliane Köhler und Manfred Zapatka in einem intensiven Dialog über gegensätzliche Lebensentwürfe.
Wer sich einen Überblick über das Programm verschaffen möchte, findet sämtliche Vorstellungen des Theaterfrühlings auch gesammelt in unserem Veranstaltungskalender auf ludwigshafen-wow.de. In den Räumen der Pfalzbau Bühnen läuft derzeit zudem der Trailer zum Festival – geschnitten von unserem WOW-Team. 🙂 Der Theaterfrühling läuft bis Ende Juni und bietet damit über mehrere Monate hinweg die Gelegenheit, internationale Tanzkunst und herausragendes Schauspiel in Ludwigshafen zu erleben.
Text: Andy Heinrich, Bilder: Theater im Pfalzbau (Credits in der Bilddatei)
Andy ist echter Ludwigshafener. Er weiß welche Treppe in der Innenstadt wie viele Stufen hat. Außerdem findet er, Ludwigshafen kann was. Deshalb möchte er zeigen, was seine Heimatstadt zu bieten hat. Er betreibt er mit seinen Kolleg*innen das WOW Magazin und initiiert eine Vielzahl von Kulturprojekten.
Text: Andy Heinrich
Bilder: Murat Bilir
(1. LUnited am 5.4. Forum im Freischwimmer und am 6.11.25 in der HWG)
Andy ist echter Ludwigshafener. Er weiß welche Treppe in der Innenstadt wie viele Stufen hat. Außerdem findet er, Ludwigshafen kann was. Deshalb möchte er zeigen, was seine Heimatstadt zu bieten hat. Er betreibt er mit seinen Kolleg*innen das WOW Magazin und initiiert eine Vielzahl von Kulturprojekten.
