Kommt hier die Drama- und Pathos-Fraktion mit c-moll auf ihre Kosten? Ja, natürlich – aber nicht nur! Fröhlich-spritzig kommt Haydn daher (ok, der ist in C-Dur, aber der sensationelle (!!) zweite Satz steht in c-moll).
Schubert liefert dann wirklich ganz großes Drama in seinem berühmten c-moll-Quartettsatz, und Bruckner konnte auch schon in seinem ersten Streichquartett die große Geste. Eine echte Entdeckung ist das c-moll-Quartett von Joseph Bologne, Chevalier de Saint Georges.
Geboren in Guadeloupe, ausgewandert nach Frankreich, machte er als schwarzer Komponist und Degenfechter in Paris im 18. Jahrhundert Furore.
Sein Streichquartett Nr. 4: Nicht lang, aber hinreißend schön! Es spielt das Quartetto Mirtillo.
Mitwirkende
Heike Marxfeld & Iris Portzehl (Violine)
Robert Plasberg (Viola)
Nils Ehrlert (Violoncello)
Eintritt
frei