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Die Fire Evening House Band. Interview mit Tom Kessel

Die Fire Evening House Band. Interview mit Tom Kessel

Anlässlich der ursprünglich für den November 2021 geplanten, doch nun in den Mai 2022 verlegten Festwoche, die die BASF zur Feier des 100-jährigen Bestehens des Kulturengagements in Ludwigshafen feiert, hatten wir uns letzten Monat beim BASF-Feierabendhaus gemeldet. Neben bekannten Namen wie Joy Denalane oder der deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, deren Konzert vor einhundert Jahren, damals noch als Pfalzorchester, als die Geburtsstunde des BASF-Kulturengagements gilt, hat uns eine Veranstaltung besonders interessiert. Denn so wenig Informationen man über die Fire Evening House Band findet, so geschichtsbehaftet ist sie doch. Tom Kessel, Gründer des jungen Ensembles, beruft sich auf einen über 100 Jahre alten Aufruf der BASF Zeitung, denn dort hieß es 1919: „Wer Gedichte oder Prosa gut vorlesen kann, besonders wer ein Solo-Instrument spielt, ist uns hochwillkommen, um seinen Kollegen Freude und Förderung zuteil werden zu lassen. Wer noch niemals vor einer großen Versammlung gesprochen hat oder aufgetreten ist, gebe sich einen Stoß …“

Tom, Markenmanager bei BASF und passionierter Singer-Songwriter, knüpft genau dort an, formiert eine Band aus Kolleginnen und Kollegen und bringt die Aniliner*innen zurück auf ihre eigene Bühne. Genau darüber haben wir mit ihm gesprochen.

HI THOMAS! MAGST DU EUCH KURZ VORSTELLEN?

Also ich bin der Thomas Kessel, kurz genannt Tom. In der BASF bin ich Markenmanager und in meiner Freizeit mache ich halt einfach viel Musik. Und letztes Jahr haben wir im Zuge von 100 Jahre BASF-Kultur die sogenannte Fire Evening House Band gegründet. Die Idee ist daher gekommen: Als vor 100 Jahren das BASF-Feierabendhaus gegründet wurde, gab es einen Aufruf in der BASF-Zeitung, dass BASF-Kollegen Musik oder Gedichte vortragen, die die Kolleg*innen einfach entertainen sollten. Jetzt, nach 100 Jahren, hatten wir gesagt, die Idee war ja eigentlich eine ganz schöne und zum 100-jährigen Jubiläum lassen wir das einfach wieder aufleben. Und so kam die Idee, dass wir die Fire Evening House Band gründen. Und mit der treten wir jetzt tatsächlich zum ersten Mal im Zuge der Festwoche im Feierabendhaus live auf.

DU BIST JA SELBST SCHON LANGE ALS MUSIKER AKTIV, ERZÄHL MAL.

Also ich habe tatsächlich auch noch Musik studiert. /lacht/ Und bin dann aber direkt nach dem Studium bei der BASF gelandet – in der Kommunikation. Aber Musik und Kommunikation, das liegt relativ nah beieinander. Ich habe aber in meiner Freizeit immer wieder Musik gemacht. Früher schon in einer Hard Rock Band, also tatsächlich auch mit langen Haaren, dann habe ich zwischendurch auch mal ganz seriös Kirchenchöre dirigiert, das hat auch sehr viel Spaß gemacht. Dann hatte ich sehr lange eine männliche A Cappella-Band und dann dachte ich irgendwann, jetzt wird’s mal Zeit, eigene Songs zu schreiben. Ich habe das dann unglücklicherweise kurz vor Corona gemacht und in dem Moment, in dem ich dann live spielen wollte, kam das dann dazwischen. Deswegen freut es mich natürlich, dass wir jetzt wieder a) live spielen können und b) ich auch meine eigenen Songs wieder live spielen kann.

WIE HAT SICH AUS RUND 39.000 MITARBEITER*INNEN EINE BAND GEFORMT?

Also ich habe schon lange daran gedacht. Einfach weil ich weiß, dass es in der BASF wahnsinnig viel Musiker und Musikerinnen gibt – und auch wirklich auf sehr gutem Niveau. Das sind Leute, die früher einfach viel Musik gemacht haben. Das aber eben als Hobby und in der BASF klassisch gearbeitet. Und von daher gibt es hier schon viele musikalische Schätze, die einfach sehr gute Musik machen. Dann bin ich auf die Kolleg*innen vom Kulturmanagement zugegangen und habe sie gefragt, ob sie sich das vorstellen können – mal wieder ein Konzert von Kolleg*innen für Kolleg*innen. Die fanden die Idee eigentlich ganz charmant und haben dann direkt gesagt, ja das machen wir. Also haben wir in der BASF-Information einen Aufruf mit der Frage gestartet, wer sich vorstellen könnte, an dem Abend mitzumachen. So hatte sich zum einen die Band formiert, aber es haben sich noch ganz viele andere Ensembles gemeldet. Wir haben tatsächlich Alphörner, die an dem Abend auftreten werden, wir haben Kolleg*innen, die in einer Big Band mitspielen…

Und die haben wir alle eingeladen und gesagt: „Wir machen da einen coolen Abend mit ganz vielen Acts – und eben von Aniliner*innen für Aniliner*innen.“

WIE BESCHREIBST DU EURE MUSIK?

Also wir haben natürlich alle einen ziemlich rockigen Hintergrund. Zum Teil… Wir sind Kinder der Achtziger. Deswegen schauen wir immer, dass wir das Programm auch ein bisschen so auslegen. Von den Covers her geht es in Richtung White Snake, Billy Idol ist im Programm.

Aber auch Anderes und eigene Sachen. Auch um zu zeigen, dass wir nicht nur nachspielen können. Wir haben noch eine BASF-Hymne ausgegraben, die vor zehn Jahren einmal aufgeführt wurde und danach in der Versenkung verschwunden ist. Die haben wir wieder rausgeholt. Das war damals ein Projekt mit der Pop Akademie Mannheim. Da hatten wir einen Song gemacht, so bisschen auf die Firma. Und das war so ein schöner Pop Song, dass wir sagten, dass das doch schade wäre, wenn der in der Versenkung verschwindet. Solche Songs haben wir wieder reaktiviert.

Eigene Songs, reaktivierte Songs, Cover Songs, so muss man sich das Programm von der Fire Evening House Band vorstellen.

NOCH EIN PAAR WÜNSCHE FÜR DIE ZUKUNFT?

Also wir hoffen natürlich, dass das Projekt mit der Band gut läuft, dass es den Leuten gut gefällt und dass wir daraus dann vielleicht eine kleine Serie machen können. Von Mitarbeiter*innen für Mitarbeiter*innen und dann aber auch für die Region und vielleicht regelmäßig kleine Auftritte machen können. So im After-Work-Modus, dass man sagt, man trifft sich noch, trinkt noch eine Schorle oder ein alkoholfreies Hefeweizen und dazu gibt’s Musik von der BASF, einfach live und handgemacht. Das wäre schön. Und das zweite, was wir uns wünschen, wäre, dass man die Band nochmal anreichert. Sodass zum Beispiel mal ein Saxophonist sagt, er hätte Lust mal drei bis vier Solos zu spielen oder auch mal mit den Alphörnern aufzutreten. Sowas wäre einfach schön. Da hoffen wir einfach, dass durch das Konzert am 30. Mai zum 100-jährigen Bestehen des Kulturengagements der BASF noch andere Musiker Lust darauf kriegen, sich uns anzuschließen. Dass wir in der Zukunft noch mehrere solche Auftritte planen können.

OKAY, SUPER. EINMAL BITTE NOCH DIE BESETZUNG DER BAND.

Cornelia Zeller und Thomas Kessel: Gesang, Andreas Meier: Keyboard und Gitarre, Giovanni Cucinella: Gitarre, Thorsten Kellermann: Bass und Wolfram Heinke: Schlagzeug

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