Duke Ellington-Lounge
Duke Ellington prägte den Jazz wie kaum ein anderer und verlieh dem Swing eine unvergleichliche Eleganz und musikalische Tiefe. Seine zeitlosen Kompositionen stecken voller mitreißender Lebensfreude und raffinierter Harmonik. Olaf Taranczewski (Klavier) und Jean-Philippe Wadle (Kontrabass) bringen die Magie dieser Legende auf die Bühne und interpretieren die großen Klassiker im intimen Duo-Format mit einer ganz persönlichen Note.Sein ganzes Leben hat Franz Kafka mit der Frage gerungen, was sein Jüdischsein für ihn bedeutet. Aufgewachsen in einer assimilierten Familie empfand er die sporadischen Synagogenbesuche eher als Zwang. Die religiösen Regeln, ihre Auslegungen und Erzählungen befremdeten ihn mindestens genauso wie sie ihn faszinierten. Kaum verwunderlich, dass es schließlich eher die jüdische Kultur, die Kunst, genauer gesagt: das Theater in jiddischer Sprache war, welches Kafka den ersten Anstoß gab, sich dem Judentum zu nähern. Im Herbst 1911 besuchte Kafka regelmäßig die Aufführungen einer ostjüdischen Theatergruppe. Ihre tragikomische Erzählweise, die Vermischung von Gesang, Tanz, Drama und der selbstverständliche Umgang mit dem Jiddischen beeinflusste nachweislich sein Schreiben.
Vor diesem Hintergrund inszenierte Opernregisseur Barrie Kosky, ehemaliger Intendant der Komischen Oper Berlin, Kafkas berühmtesten Roman Der Prozess und weitere Texte als Auseinandersetzung mit Kafkas Judentum auf Deutsch, Jiddisch, Hebräisch, jeweils mit deutschen Untertiteln, und – natürlich – mit viel Musik! Für den schwerkranken Kafka selbst mündete diese stets auch schuld- und schambehaftete Auseinandersetzung erst durch die Begegnung mit Dora Diamant im letzten Jahr vor seinem Tod wenn nicht in Erlösung, so doch zumindest in eine Art Trost.
After-Show-Lounge
Kuratiert von Frank Rosenberger
Mit Olaf Taranczewski (Klavier) und Jean Philippe Wadle (Kontrabass)
GLÄSERNES FOYER
SA, 14.11.26, CA. 21:30 UHR
Im Anschluss an die Vorstellung, Eintritt frei
